© by Alexandra Sinz

Vita

© by Alexandra Sinz

Geboren und aufgewachsen bin ich in Ulm, am Rande der
Schwäbischen Alb. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur  Diplom-Betriebswirtin Fachrichtung Bank (BA) gemacht und anschließend als Vertriebsassistentin in Leasinggesellschaften gearbeitet. Ich wurde zur Spezialistin zunächst für Baumaschinen und später für LKWs.

Und wer nun glaubt, dass dieses Thema trocken ist, dem sei gesagt, dass die erlangten Einblicke manches Mal für einen Thriller gereicht hätten, wie ihn sich die Fantasie eines Schriftstellers nicht besser hätte ausdenken können.

 

Dann lernte ich meinen Mann kennen und lieben, und mittlerweile wohnen wir mit unseren beiden Töchtern in der Nähe von Ulm.

 

Meine wenige freie Zeit versuche ich, meiner Leidenschaft, dem Schreiben, zu widmen.

 

                                                                                                           

Über das Schreiben

Den romantischen Wunsch Schriftstellerin zu werden hatte ich, seit ich den ersten Abenteuerroman von Enid Blyton gelesen und die nachfolgenden geradezu verschlungen hatte. Das muss im zarten Altern von acht oder neun Jahren gewesen sein. Damals habe ich mir mit dem ersten ernsthaften Versuch, meinem Berufswunsch näher zu kommen, die kleinen Kinderfinger schmerzhaft in der Triumph-Schreibmaschine meiner Mutter eingeklemmt, weil ich meinem kleinen Bruder eine Abenteuergeschichte zum Geburtstag schenken wollte. Er hat sie bis heute nicht bekommen.

 

Mit dem Älterwerden wurden die Versuche ernsthafter. Als ich fünfzehn war, bin ich auf einen Collegeblock umgestiegen und habe während der Schulstunden, in denen ich eigentlich Schillers Tell hätte interpretieren sollen, Liebesgeschichten nach dem Vorbild diverser Jugendzeitschriften gekritzelt. Meiner Deutschlehrerin zum Trotz blieb mein Berufswunsch unverändert hartnäckig.

 

Als ich schließlich das Abitur in der Tasche hatte, war ich meiner angestrebten Karriere kein bisschen näher. Und es war klar, dass ich etwas lernen musste, mit dem ich meine überhaupt nicht romantischen dafür aber dringend benötigten Brötchen verdienen musste.

Ich entschloss mich also, eine Banklehre zu beginnen. Mit Diplom, immerhin, aber als ich mich als Spezialistin zur Finanzierung von schweren LKWs und Baumaschinen wiederfand, wusste ich, dass ich mich von meinem Berufswunsch nicht weiter hätte entfernen können. Zeit also, endlich ernsthaft zu werden.

 

Als ich zweiundzwanzig war, war der erste Roman fertig geschrieben. Und ich war stolz, wie man stolzer nicht hätte sein können. Es war an der Zeit, dass das Ding veröffentlicht wurde. Die Welt wartete geradezu darauf - und nur darauf. Und damit würden mir Tür und Tor offen stehen. Der Beginn einer wundervollen Schriftstellerkarriere. Dachte ich.

Voller Euphorie entwarf ich ein Schreiben und schickte mein Machwerk an sämtliche Verlage, die mir einfielen. Und dabei habe ich so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann:

 

Das Schicksal wollte es, dass ich mittlerweile zweimal umgezogen bin und durch die Heirat einen neuen Namen angenommen habe. Ich darf also davon ausgehen, dass die großen Verlage, selbst wenn sie sehr akribisch arbeiten, mich nicht mehr auf einer roten Liste stehen haben und jegliche weitere Einreichung meinerseits ungesehen im Papierkorb verschwinden lassen.

 

Mit dem Alter wird man nicht nur faltiger sondern auch reicher an Erfahrung. Ich habe mir die Basics angeeignet, nicht zuletzt Dank dem Montsegur-Autorenforum und diverser Schreibratgeber, die ich gelesen habe und deren Lektüre mir sicher mehr genützt als geschadet hat (an dieser Stelle sei mein persönlicher Favorit James N. Frey erwähnt, der neben nützlichen Tipps für mich auch jede Menge Motivation bereit hielt). Und nebenbei hatte ich das Glück, auf erfahrene und selbstlos helfende Hände zu treffen, die mir die Augen geöffnet haben. Und mir manchmal auch einen dringend benötigten Tritt in den Allerwertsten verpasst haben.

 

Sollten Sie selbst den Wunsch hegen, Schriftsteller/in zu werden, rate ich Ihnen, nicht die gleichen Fehler zu machen und Ihr sauer verdientes und benötigtes Geld gleich in entsprechende Literatur zu investieren statt in den Copyshop zu rennen. Erwähnenswert an dieser Stelle ist die Homepage von Andreas Eschbach, der sich die Mühe gemacht hat, die Fragen seiner Leser mehr als ausführlich, dafür aber schonungslos ehrlich und mit einem  Augenzwinkern zu beantworten und die gesammelten Werke kostenlos zur Verfügung stellt.

Um eine Standortbestimmung zu erhalten, seien auch Schreibkurse erwähnt. Beispielsweise die von Rainer Wekwerth. Von ihm lässt sich nicht nur jede Menge lernen, auch er ist schonungslos ehrlich in seiner Kritik. Das durfte ich selbst erfahren.

Hilfreich bei der Verlagssuche ist sicher auch eine Agentur, die eine gewisse Vorauswahl trifft. Nicht nur bei den Verlagen, auch bei den Autoren.

Eine recht umfangreiche Auswahl an Agenturen erhalten Sie im „Handbuch für Autorinnen und Autoren“ vom Uschtrin-Verlag sowie auf der Homepage von Petra Schier.